5 besten Musik Streaming Anbieter im Vergleich – Teil 4: Google Play Music

Music Streaming: Google Play Music

Im vierten Teil unseres Vergleichs der Music Streaming Dienste geht es um Google Play Music. Auch im Schatten der großen Namen wie Spotify oder Deezer, bietet der Anbieter eine ähnlich breite Auswahl von 35 Mio. Songs und steht zumindest im Angebot den Marktführern in fast nichts nach.

Preiskonditionen

Wer sich bei Google Play Music anmelden möchte, sollte aufpassen, dass er nicht vom ersten Anschein getäuscht wird. Denn den meisten sticht das Wort „kostenlos“ sofort ins Auge und die Erwartung kommt auf einen ähnlichen Service wie bei Spotify und Deezer geliefert zu bekommen. Doch Vorsicht, denn hinter Google Play Music verstecken sich zwei unterschiedliche Dienste. Die kostenlose Version ermöglicht es einem nur, die bis zu 50.000 lokalen Songs vom eigenen PC über die Google Cloud hochzuladen und online verfügbar zu machen. Zusätzlich bietet die kostenlose Version zudem noch Musikempfehlungen an, die sich an den hochgeladenen Songs orientieren. Das eigentliche Streaming Angebot ist mit dem Preis von 9,99€ festgesetzt und ermöglicht den Zugriff auf die gesamte Musikvielfalt des Anbieters. Bei Unentschlossenheit kann man die kostenpflichte Version 30 Tage lang kostenlos testen und sich von der Funktionalität überzeugen.  Wer eine musikverrückte Familie hat, kann sich für 14,99€ das attraktive Familienangebot sichern. Bei maximal 6 nutzungsberechtigten Personen, wie bei Spotify und Apple Music auch, kommt jeder Einzelne sehr preisgünstig davon. Während die Mitglieder des Familientarifs alle gleichzeitig Musik streamen können, muss man als alleiniger Nutzer auf dieses Feature verzichten, auch wenn theoretisch auf bis zu 10 verschiedenen Geräten gleichzeitig gestreamt werden kann.

 

Preiskonditionen

Angebot & Qualität

Auch Google Play Music aktualisiert ständig ihr Musiklisten und zählt mittlerweile mehr als 35 Mio. Songs, Tendenz steigend. Somit reiht sich der Anbieter knapp hinter der Marktspitze ein. Die Streamingqualität lässt auch nur wenige Wünsche offen, denn mit 320 kbps steht nur TIDALS (Streaming Anbieter) FLAC Qualität auf höherer Ebene. Hier streamt man mit CD-Qualität, zahlt aber das Doppelte.

Das Angebot an Playlists ist herausragend. Wenn man nicht weiß was man hören will, Google Play Music weiß es. Egal welche Tageszeit es ist, welche Aktivitäten man plant bzw. gerade unternimmt, nach welchem Genre es einem ist oder in welcher Stimmung man sich gerade befindet, Google hält das passende an Musik bereit. Unter „Sender durchsuchen“ offenbart sich dem Nutzer die komplette Vielfalt an Playlists, die uns neben ihrer Struktur absolut begeistert hat.

 

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Bedienung & Funktionalität

Ein super Feature, das auch in der kostenlosen Version nutzbar ist, ist der einfache Import eigener Musik auf die Google Play Music Cloud. Das Importieren von bis zu 50.000 Titeln in allen gängigen Formaten funktioniert über den Musik Manager sehr schnell und meist reibungslos. Sehr praktisch ist hierbei auch, dass bereits vorhandene und eigens erstellte Bibliotheken aus beispeilsweise  iTunes oder dem Windows Media Player in nur wenigen Schritten mit der Google Play Music Cloud synchronisiert und gespeichert werden können. Es kann aber durchaus das ein oder andere Mal passieren, dass Titel und Interpreten nach dem Hochladen verwechselt werden oder falsche Albumcover zugeordnet werden. Jedoch ist das eher eine Ausnahme.

Hervorzuheben ist vor allem die ausgezeichnete Weboberfläche über dem Browser. Das Design ist klar strukturiert und ermöglicht dem Nutzer eine unkomplizierte und reibungslose Bedienung. Diese funktioniert so intuitiv, dass man sich innerhalb kürzester Zeit bestens auskennt. Auch die Suchfunktion ist ein echtes Prunkstück. Selbst bei Rechtschreibfehler oder nur Namensfetzen erkennt Google Play Music das gewünschte Resultat. Mithilfe bestimmter Algorithmen wertet Google dein Hörverhalten aus, gleicht die Namensstücke mit der Datenbank ab und entscheidet welche Interpreten, Titel oder Playlists zutreffen könnten und spuckt Dir mehr als nur zufriedenstellende Ergebnisse aus.

Aber man muss nicht nur auf vorgeschlagene Playlists zugreifen, sondern kann selbstverständlich auch eigene erstellen und beliebig viele Songs hinzufügen. Diese können dann mit Freunden über diverse soziale Medien geteilt werden. Deine Freunde können dann ebenfalls sehen, falls gewünscht, welche Songs du favorisierst und diese zum Beispiel für die nächste Party gleich bereithalten. All diese Vorgänge sind mit wenigen Klicks erledigt oder können auch per Drag & Drop reibungslos abgeschlossen werden.

 

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Mängel & Besonderheiten

Eine weitere Besonderheit des Anbieters sind Empfehlungen. Auf der optisch sehr ansprechenden Startseite findet man unter „Persönliche Empfehlungen“ gleich eine Auswahl an Titeln, Alben, Playlists oder Radiosendern, die genau deinem Nutzungsverhalten entsprechen. Aber es ist auch kein Wunder, dass der Streaming Anbieter so genaue und zutreffende Titelvorschläge abliefert, denn es steht nicht umsonst der Name „Google“ vorne an. Kein anderer Anbieter kann hier der erfolgreichsten Suchmaschine der Welt die Stirn bieten, denn was wirklich überzeugt, ist nicht nur die große Auswahl, sondern auch die Treffsicherheit der gemachten Vorschläge.

Trotz all den überzeugenden Funktionen, gibt es dennoch diverse Punkte in denen Google Play Music den Platzhirschen nicht das Wasser reichen kann. Features wie das Einblenden von Songtexten, das gemeinsame Erstellen von Playlisten, was für viele vielleicht ein Ausschlusskriterium darstellt, oder ein Social Feed, welches anzeigt, was Freunde gerade hören, fehlen leider. Außerdem ist im Offline Modus zu bemängeln, dass nur ganze Playlists oder Alben downloadbar sind, aber keine einzelnen Songs.

Zugriff

Der Zugriff auf Google Play Music kann über diverse Oberflächen erfolgen. Zumal wie bereits oben genannt, ist die wohl einfachste Zugriffsmöglichkeit über den Webbrowser. Eine Softwarelösung, wie es bei Spotify gibt, ist in diesem Sinne nicht vorhanden. Die Music Manager Software ist für alle üblichen Betriebssysteme erhältlich, dient aber nicht zum Abspielen der Songs, sondern nur als Organisator. Wer dennoch nicht auf eine Software verzichten und nicht immer über den Webbrowser streamen möchte, kann sich beispielsweise den kostenlosen Radiant Player herunterladen. Auch in Sachen Home Entertainment wird hier nicht sonderlich gut abgeschnitten. Verknüpfungen mit smarten Audiosystemen oder Smart TVs sind derzeit noch nicht möglich. Die mobile Nutzung über die App überzeugt allerdings, vor allem durch das aufgeräumte und übersichtliche Design. Diese ist über Android und iOS erhältlich bzw. teilweise schon vorinstalliert. Hingegen schauen Windows Phone und Blackberry Nutzer wieder ins Leere, denn Google Play Music unterstützt diese Anbieter leider nicht.

Support

Bei Problemen hilft zunächst der gut sortierte FAQ Bereich. Wenn dieser nicht zur Problemlösung beiträgt, stehen dem Nutzer zahlreiche Foren mit Problemstellungen und den entsprechenden Lösungen zur Verfügung. Im ärgsten Notfall muss dann der Telefon Service genutzt werden, da kein Chat oder E-Mail Support angeboten wird. Im Großen und Ganzen aber ein sehr solider Streaming Dienst mit seinen kleinen Eigenheiten und Problemen, doch als Alternative zu den großen Anbietern durchaus zu empfehlen.

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