5 besten Musik Streaming Anbieter im Vergleich – Teil 3: Apple Music

Apple Music im Vergleich

Apple Music ist unser nächster Musik Streaming Anbieter im Vergleich und spricht vorwiegend das Applevolk an. Mit dem Streaming Dienst steht dem Nutzer eine riesen Auswahl von über 40 Mio. Songs im klassisch minimalistischen und doch modernen Apple Design zur Verfügung.

Preiskonditionen

Auch wenn oft das Angebot an Apple Diensten verwirrend erscheint, sollte dennoch klargestellt werden, dass Apple Music kein reiner Apple Service ist, sondern natürlich auch für alle Android Nutzer zur Verfügung steht. Vorab gleich der größte Minuspunkt: Für Apple Music ist keine kostenlose Version erhältlich, zumindest nicht dauerhaft. Doch als kleinen Wehrmutstropfen bietet Apple die kostenlose Premiumtestversion anstatt den üblichen 30 Tagen, als dreimonatige und sogar in Verbindung mit einem Telekom Mobilfunktarif als 6-monatige Testphase an. Nach Ablauf der Testphase veranschlagt Apple eine monatliche Gebühr von den marktüblichen 9,99€. Besonders günstig kommen auch hier Familien und Studenten weg. Mit 14,99€ pro Monat und bis zu 6 zugriffsberechtigten Personen ist Apple Music auf Augenhöhe mit Deezer was das Familienpaket betrifft. Auch Studenten wird eine finanzielle Erleichterung gewährt. Mit 4,99€/Monat ist der Musik Streaming Anbieter durchaus erschwinglich und steht damit in einer Reihe mit Spotify.

Angebot & Qualität

Das ständig wachsende Musikangebot bei Apple Music umfasst mittlerweile über 40 Mio. Songs. Leider verliert hier der Anbieter Punkte zur Konkurrenz was die Streaming Qualität angeht, denn anstatt den üblichen 320 kbps streamt man hier nur mit 265 kbps.

Die Auswahl an Playlists fällt auf den ersten Blick sehr groß aus. Doch bei genauerem Hinsehen wird dann doch schnell klar, dass Apple Music hier noch deutlich hinter Spotify oder Deezer hinterher hingt. Auch wenn Apple damit wirbt, dass hinter jedem Genre ein Expertenteam sitzt, dass sich stets nach neuen Künstlern und Musikvorschlägen umsieht, werden einem pro Playlist dann doch nur ca. 30 Lieder empfohlen. Verglichen mit Spotify oder Deezer ist das nur knapp die Hälfte. Aber nichts desto trotz klappert Apple Music alle vorstellbaren Genres, Stimmungen oder Themen ab, sodass trotzdem eigentlich immer jeder Musikwunsch erfüllt werden kann.

Bedienung & FunktionalitätPlaylists Apple Music

Durch das neue Design und den verbesserten Features fällt die Bedienung sehr leicht. Der Look orientiert sich sehr stark an den bereits bekannten Apple Diensten wie iTunes, sodass für alteingesessene Apple User die Nutzung noch leichter fallen sollte.

Alle Funktionen lassen sich dank des neuen Designs mit einem Fingertipp aufrufen. Um deine eigene Musik aufzurufen, muss die Mediathek geöffnet werden. Hier kann man alle selbsterstellten Playlists, die gesammelten Songs und Alben, sowie deine bereits heruntergeladene Musik abspielen. Durch die übersichtliche Strukturierung findet man alle eigenen Songs kinderleicht.

Bei Anmeldung in Apple Music wird dein bevorzugter Musikgeschmack in Form von herumschwirrenden Bubbles abgefragt, in denen sich verschiedene Genres und Künstler befinden. Durch diese Auswahl stellt dir Apple personalisierte Musikvorschläge zusammen. Im Reiter „Für dich“ findest Du dann deine persönliche Auswahl, die täglich aktualisiert wird. Anfangs sollte man sich jedoch ein wenig gedulden bis Apple Music deine Hörgewohnheiten durchblickt hat. Doch im Laufe der Zeit werden die Empfehlung durch das Hören oder Liken von Songs und Künstlern soweit verfeinert, dass man eine wirklich ansprechende Auswahl an Musik vorgeschlagen bekommt.

Was Apple Music aber allen voraus hat, ist die Einbindung des Sprachassistenten Siri. Befehle wie „Was ist der aktuelle Topsong?“ oder „Spiele einen meiner meistgespielten Songs.“ sind ohne Probleme für Siri zu bewerkstelligen, vorausgesetzt die Aussprache fällt deutlich aus.

Entdecke Neues

Radio Apple MusicIm Reiter „Entdecken“ werden einem Neuveröffentlichungen deiner Lieblingskünstler, Aktuelle Top-Charts, exklusive sowie kuratierte Playlists und sogar neueste Musikvideos vorgeschlagen. Hört sich auch alles sehr beeindruckend an, doch nüchtern betrachtet ist hier die Konkurrenz wie Spotify oder Deezer breiter aufgestellt. Gutes Feature ist jedoch das Bewerten der Titel. Das heißt, gefällt dir ein Song aus deinen persönlichen Empfehlungen, kannst Du dir durch Drücken auf den Stern mehr ähnliche Songs anzeigen lassen. Durch Drücken auf das „X“ verschwindet der Songs aus den Empfehlungen und wird nicht mehr gespielt.

Kleines „Zuckerl“ ist definitiv das „Beats 1 Radio“. Ein 24/7 Radiosender mit den besten Künstlern und DJs aus aller Welt. Viele Künstler haben hier mit Apple und Beats 1 eine Kooperation, wo neueste Songs zuerst auf dem Radiosender veröffentlicht und gespielt werden. Man kann sich den Radiosender auf seine eigenen Belieben zuschneiden und bestimmte Genres im Sender festsetzen. Ein Highlight des Radiosenders sind die zahlreichen Radioshows von bekannten Künstlern, wie Elton John, Dr. Dre oder Pharrell Williams.

Falls man einen tollen Song entdeckt, ist es kein Problem ihn mit seinen Freunden zu teilen. Sei es über E-Mail, Textnachricht oder über zahlreiche Social Media Kanäle, die Möglichkeiten sind groß. Apple Music hat es wohl auch Deezer abgeschaut, die beliebte Karaoke-Funktion einzuführen. Hierfür einfach während des Hörens den Bildschirm nach oben wischen und der Text erscheint.

Zugriff & Support

Was die Zugriffsmöglichkeiten betrifft, ist Apple Music leider etwas gering aufgestellt. Eine Oberfläche für den Webbrowser ist nicht vorhanden. Hierfür ist das integrierte Programm auf dem Mac oder iTunes auf dem PC von Nöten. Der Streaming Dienst ist ebenfalls nur auf SONOS Geräten Zuhause verfügbar, denn auch Spielekonsolen oder Smart TVs unterstützen Apple Music nicht. Wie gesagt ist die mobile App sehr gelungen, doch ebenfalls nur auf Android oder Apple Geräten verfügbar. Windows Phone und Blackberries bieten in Ihren App Stores wie erwartet Apple Music nicht an.

Der Kundenservice fällt hier sehr umfangreich mit Telefon-, Chat- und E-Mail Support aus, der innerhalb kurzer Zeit mit sehr zuvorkommenden und hilfreichen Antworten für die nötige Problemlösung zur Seite steht. Die Antworten auf die häufigsten Probleme findet man in den sehr ausführlichen FAQs, die zugegebener Weise aber nicht ganz einfach auf der Apple Homepage zu finden sind.

2 thoughts on “5 besten Musik Streaming Anbieter im Vergleich – Teil 3: Apple Music

  1. Im Prinzip ist das alles soweit nachvollziehbar, was Du schreibst. Allerdings ist die technische Songqualität nicht unbedingt von der Kompressionsrate abhängig. So verwendet Apple auch ein anderes verfahren als Spotify. In der Realität höre ich keinen Unterschied.

    Ich hätte mir gewünscht, hier noch etwas mehr auf die Besonderheiten der einzelnen Anbieter einzugehen.

    Spotify ist zum Beispiel, wie DU auch bemerkst, am breitesten aufgestellt, die Bedingung ist an sich vorbildlich, lediglich der schwarz-grüne Look ist etwas altbacken. Schade ist, dass es keine Möglichkeit, die eigenen Musiksammlung in eine Cloud einzubinden. Hier punktet Apple Music, Google Play Music oder Amazon Music unlimited, wo dies möglich ist. Am komfortabelsten ist hier jedoch ganz klar Apple Music.

    Apple Music auf Sonos dagegen nervt etwas, es gibt immer wieder unerklärliche Fehlermeldungen. Die gibt es bei allen anderen Anbietern auf Sonos nicht. Auch nervt, dass es keine Warnun gibt, wenn man einen Song doppelt in eine Playlist speichert.

    Deezer ist mir recht sympatisch, aber: Es fehlt leider die Möglichkeit, einfach einen Song als "nächsten Titel" zu markieren. Das nervt ungemein. Zudem schwächelt das Angebot etwas – die neue Onkelz Platte z. B. gibt es nicht bei Deezer (bei Amazon auch nicht, den übrigen schon).

    Amazon unlimited dagegen bietet von allen etwas, aber leider auch nicht so wirklich überzeugendes. Die App ist ok, aber die Empfehlungne sind sehr spartanisch, es gibt wenig zu entdecken. Ähnlich ist Google .

    Unterm Strich ist Spotify und Apple Music für mich am besten, Deezer knapp dahin.

    1. Hallo Michael,

      danke für dein Feedback und deine Erfahrungen mit den einzelnen Anbietern.
      Leider konnten wir die Funktionsweise mit Sonos nicht testen und sind hier für jeden Erfahrungsbericht dankbar, um in Zukunft den Lesern einen noch breiteren Einblick zu gewähren.
      In den letzten zwei Vergleichen, werden wir Google Play Music und Napster, respektive Amazon Music Unlimited genauer betrachten und versuchen noch genauer auf die Besonderheiten der Streaming Dienste einzugehen.

      Viele Grüße,

      Johannes

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